Liquidität


Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachzukommen.

Die Einschätzung der Liquidität erfolgt durch 4 Kennzahlen, die das Verhältnis von vorhandenen Zahlungsmitteln zu kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten darstellen.

Liquidität 1. Grades
- soll 100% liegen
  Liquide Mittel (Geldwerte)  x 100

  kurzfristige Verbindlichkeiten

Liquidität 2. Grades
- soll über 100% liegen
(   Liquide Mittel  +   kurzfristige Forderungen  ) x 100

  kurzfristige Verbindlichkeiten

Liquidität 3. Grades
- soll über 150% liegen
(   Liquide Mittel  +   kurzfr. Forderungen  +   Waren  ) x 100

  kurzfristige Verbindlichkeiten

Working Capital
- arbeitet mit den Werten der Liq. 3
(   Liquide Mittel  +   kurzfr. Forderungen  +   Waren  )

minus
  kurzfristige Verbindlichkeiten


.... Dies verlangt die Kontrolle sä­mtlicher Zahlungsein- und -ausgänge im Unternehmen. Eine Vernachlässigung der Liquidität kann zur Zahlungsunfähigkeit und damit zum Konkurs führen.

 
Grundform der Bilanz
Aktiva Passiva
Anlagevermögen
z.B.
  • Patente
  • Immobilien, Grundstücke
  • Maschinen
  • Fuhrpark
  • Büro-/Geschäftsaustattung
    (Gegenstände über 410 Euro)
  • Eigenkapital
    z.B.
  • Einlage Gesellschafter A
  • Einlage Gesellschafter B
  • Gewinn (nur Schlussbilanz)
  • Rücklagen
  • Umlaufvermögen
    z.B.
  • Rohstoffe
  • Warenbestand
  • Forderungen
  • Bankguthaben
  • Kasse
  • Fremdkapital
    z.B.
  • langfristige Verbindlichkeiten
    (z.B. langfr. Bankkredite)
  • kurzfristige Verbindlichkeiten
    (z.B. Lieferantenrechnungen)
  • Rückstellungen
  • Aktive Rechnungsabgrenzung Passive Rechnungsabgrenzung