Shareholder Value
Der Shareholder Value Ansatz führt zu einer Anpassung der Unternehmensziele an die Interessen der Aktionäre, d.h. Profitmaximierung im Sinne des Aktionärsnutzen. Eine dem Shareholder Value folgende Unternehmenspolitik würde versuchen, den Kurswert der Aktien und den Marktwert des Gesamtunternehmens zu maximieren
Im Gegensatz dazu steht der Stakeholder Value Ansatz, der fordert, das die Unternehmensziele neben den Anteilseignern alle Interessensgruppen (z. B. Arbeitnehmer, Gewerkschaften, kooperierende Unternehmen, Lieferanten, Kunden, Staat, Natur, Öffentlichkeit) berücksichtigen sollen und nach einem Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen sucht.
Begriffsherkunft
"Der Shareholder Value-Ansatz geht auf ein im Jahr 1986 veröffentlichtes Buch von Alfred Rappaport zurück. Danach hat die Unternehmensleitung im Sinne der Anteilseigner zu handeln. Ihr Ziel ist die Maximierung des langfristigen Unternehmenswertes durch Gewinnmaximierung und Erhöhung der Eigenkapital-Rendite" (Wikipedia). Der Begriff wurde später massiv kritisiert und in der Fachliteratur als auch in Unternehmen durch "Value Based View" (engl. Wertbasierte Sicht) ersetzt.